
weitere Frage über Tunnelberechnung
ghking 03.01.2010 17:24 | Hallo, möchte noch fragen, ob man bei der Berechnung eines oberflächennähen Tunnels als Stabzugmodell auch tangentiale Bettung ansetzen müssen. Und welche E-Modul von Boden sollte man dabei einsetzen? (Erstbelastungsmodul oder Wiederbelastungs/Entlastungsmodul) Vielen Dank. Schöne Grüße |
Andreas Wölfer 03.01.2010 18:52 | Hallo! Ich bin zwar kein Bodenmechaniker, aber ich denke, dass die horizontale Bettung auf der Tunneldecke nicht so eine grosse Rolle spielt. Die tangentiale Bettung an den Seitenwänden würde ich als Normalkraftbelastung ansetzen. Aber: Ich bin nicht so in dieser Materie drin. Vielleicht hat jemand anderes hier im Forum schon einmal ein derartiges Problem gelöst? mit freundlichen Grüssen A. Wölfer (D.I.E. Software) |
maulwurf 04.01.2010 14:42 | Hallo, bei der Berechnung von Tunnelrahmen kann es sinnvoll sein, unterhalb der Bodenplatte einen vertikalen Bettungsmodul anzusetzen. Dieser sollte durch den Bodengutachter abhängig vom anstehenden Boden angegeben werden. Erfahrungswert für mitteldicht bis dicht gelagerten Sand: 10-20 MN/m³. Wenn horizontale Lastunterschiede zwischen den beiden Tunnelaussenseiten bestehen, kann man hier ausserdem eine sinnvoll gewählte Normalbettung ansetzen, die allerdings auf Zug ausfallen muss. Eine Tangentialbettung ist in der Regel nicht zu berücksichtigen, da der Lastabtrag eines Tunnelrahmens in den meisten Fällen ausschliesslich über Spannungen normal zur Ebene erfolgen kann. |